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Die Wurzeln der Band finden sich im US-Bundesstaat Illinois, genauer gesagt in Peoria, der ältesten Stadt des Staates, genau zwischen Chicago und St. Louis. Dort formieren sich im Jahre 1996 vier junge Männer zu einer Band mit Namen "Mudvayne", eigentlich mehr aus Spaß als aus ernsthaftem Erfolgsinteresse. Es sind Chad Gray (Vocals), Matthew McDonough (Drums), Greg Tribett (Gitarre) und Shawn Barclay (Bass). In skuriler Kleidung und mit noch skurileren Frisuren betreten sie Peorias Bühnen.
Sie produzieren zusammen in Eigenregie ihren ersten Sampler Kill, I Oughtta, den sie auf ihren Konzerten (meist in lokalen Clubs) selbstständig verkaufen. Zwar beinhaltet die Scheibe hauptsächlich Live-Mitschnitte der Band, jedoch werden nach und nach die ersten Talentsucher auf die noch junge Band aufmerksam.
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1998 stößt Ryan Martinie zur Band und ersetzt Shawn am Bass. Die Harmonie unter den Vieren ist großartig. Der Bass gewinnt durch Ryan an Bedeutung in Mudvaynes musikalischer Kulisse und prägt ihren heute typischen Sound.
Auch die Musikindustrie erkennt den Wandel in der Band. Und so nimmt 1999 No Name Records Mudvayne unter Vertrag. Zusammen mit Epic Records und Sony Music veröffentlichen Mudvayne unter den Fittichen ihrer neuen Arbeitgeber ihr Major-Debüt L.D.50. Die Platte erscheint 2000 und wird ein unerwarteter Erfolg. Innerhalb kürzester Zeit räumt sie Gold für über 500.000 verkaufte Exemplare ab, und die Single "Dig" bekommt 2001 den MTV Video Music Award für das beste Rock/Metal-Video. Dieser Erfolg veranlasst Epic mit "Dig" ihre erste Single-DVD zu produzieren.
Mit unglaublicher Schnelligkeit erlangen Mudvayne einen respektablen Bekanntheitsgrad in den USA und auch in Europa. Doch schwingen auch negative Stimmen in den Lobeshymnen mit. Die enge zusammen Arbeit mit Slipknot und das freakige Live-Make-Up der Band veranlassen viele Kritiker dazu, Mudvayne in die Schublade ihrer "Ziehväter" und damit in deren Schatten zu stellen. Doch Mudvayne lassen sich davon nicht beirren. Die Anhängerschaft ist groß, und genau um die kümmert sich die Band schließlich auch mehr als vorbildlich. Zu "Death Blooms" erscheint ein weiteres Video, und mit einem Fanvideo zu "Nothing To Gein" ist die Band auch underground gut vertreten.
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2001 - Tour um die gesamte Welt
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Nachdem L.D.50 wie eine Bombe eingeschlagen ist, gehen Mudvayne auf Tour. Zuerst nehmen sie sich die Vereinigten Staaten vor, und touren dort durch so ziemlich alle Städte und Hallen. Der Erfolg ist überwältigend, sodass sie als Vorband von SlipKnoT auch nach Europa reisen. Nur ein paar Monate später ziehen sie auf eigene Faust als Headliner durch die Lande, und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem die Auftritte in England sind bis heute denkwürdig.
Die Band reist von Ort zu Ort, nicht müde immer neue Gigs zu spielen und sich immer mehr Fans live zu stellen. Während dieser Zeit sind sie jedoch nicht nur auf der Bühne. Die Dig-DVD wird veröffentlicht, und kurze Zeit später legt Epic einen Re-Release des Independent-Debüts Kill, I Oughtta zusammen mit einigen Remixen nach, das den bezeichnenden Titel The Beginning Of All Things To End trägt.
Während ihrer Tour schneiden die Vier ein Konzert in ihrer Heimatstadt Peoria mit, das anschließend unter dem Titel L[ive] D[osage] 50 als DVD veröffentlicht wird. Knapp anderthalb Jahre dauert ihre Odyssey durch die Welt, bis sie schließlich wieder zuhause in Illinois sind, um die wahnwitzigen Ereignisse und das unglaubliche Feedback der Fans zu verarbeiten und zu genießen.
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2002 - Das Ende der Zukunft
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Die Erholungspause ist nur kurz. Nur einen Monat nach Beendigung ihres Tour-Marathons beginnen Mudvayne mit der Produktion ihres nächsten Albums. Die Band setzt sich selbst einen engen Zeitplan, der sie mächtig unter Druck setzt.
Doch es zahlt sich aus. Ende 2002 erscheint mit The End Of All Things To Come ihr drittes Album. Die Band ersetzt ihr Monster-Comic-Make-Up durch ein Alien-Outfit ab, geht musikalisch jedoch viel konzentrierter und geordneter zu Werke. Textlich gehen sie tiefer als je zu vor, und beweisen mit ihrer weltkritischen Haltung Weitblick. Das Album bekommt weltweit sehr gute Kritiken, und auch die Fans nehmen es begeistert an. "Not Falling" ist die erste Single-Auskopplung, die weltweit Beachtung findet. Der Song wird der Titelsong des Films "Ghost Ship". Die Band dreht ein Video, dass sich an ihr neues Alien-Gimmick anlehnt. Wirklich zufrieden sind sie allerdings nicht, und so erscheint einige Monate später ein zweites Video, dass die vollständige Demaskierung der Band einleitet.
Erneut gehen Mudvayne "on the road" und besuchen die halbe Welt, um ihr neues Werk vorzustellen. Dabei headlinen sie nicht nur auf ihrer eigenen Tour, sondern nehmen auch an diversen Festivals teil. Zusammen mit Metallica und Linkin' Park feiern sie in den gesamten USA die "Summer Sanitarium Tour".
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2003 - Multitalent Mudvayne
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Das gesamte Jahr über kommen Mudvayne nicht zur Ruhe. Nach ihren Auftritten in Europa kehrt die Band in die USA zurück, um dort erneut auf Tour zu gehen. Gleichzeitig wird mit "World So Cold" die nächste Single releast und das passende Video gedreht. Und als ob das noch nicht genug wäre, produzieren Mudvayne gleich noch ihre nächste Single-DVD zu "Not Falling". Chad findet sogar Zeit, als Gastsänger bei V Shape Mind aufzutreten, mit denen sie auch auf Tour gehen.
Nach der sehr erfolgreichen Tour mit Metallica veröffentlicht die Band im Oktober eine Live-CD unter dem Namen Live Bootleg, die 6 Live-Mitschnitte von eben dieser Tour parat hat. Um das Ganze auch optisch ins richtige Licht zu rücken, legt die Band kurze Zeit später ihre zweite Vollblut-Live-DVD nach, die alle Highlights der "Summer Sanitarium Tour" zusammenfasst und diese unter dem Namen All Access To All Things mit Tonnen von Backstage-Material verbindet.
Dann wird es still um die Band. Nach drei Alben, vier DVDs, vier Videos und endlosen Reisen nehmen Mudvayne sich die Zeit, die Gedanken neu zu ordnen und erst einmal zur Ruhe zu kommen.
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2004 - Die Ruhe vor dem Sturm
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Erst nach etwa einem halben Jahr Funkstille kommen neue Signale vom Planeten Zeta Reticuli. Mudvayne ziehen für mehrere Monate auf eine einsame Ranch, um dort fokussiert am Material für das neue Album schreiben zu können. Mit Bildern und Videos halten sie ihre Fans über den Stand der Dinge auf dem Laufenden. Die Pause hat der Band gut getan, und so schreitet der Schreibprozess schnell voran. Nach zwei Monaten haben Mudvayne genug Material zusammen und begeben sich ins Studio, mit der Ankündigung, Ende 2004 mit neuer CD am Start zu sein.
Und sie halten ihr Versprechen... zum Teil. Im November 2004 erscheint mit "Determined" der erste Vorgeschmack auf das neue Album Lost And Found. Der Song ist Bestandteil des "Need For Speed Underground 2"-Soundtracks, und auch dieses Mal drehen Mudvayne wieder ein Video. Das Release-Datum des Albums wird jedoch auf April 2005 verschoben.
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Das neue Jahr beginnt für Band und Fans mit großer Spannung. Denn zum ersten Mal in der Bandgeschichte gehen Mudvayne vor dem Album-Release auf weltweite Clubtour, um Lost And Found dem bereits ungeduldig wartenden Publikum vorzustellen. Die Rechnung geht bestens auf, und die "Guerilla Tour" wird ein voller Erfolg. Der rote Teppich für Lost And Found ist gelegt, und am 04. April 2005 marschiert Mudvaynes viertes Album mit großen Schritten in die Arena ein. Mit "Happy?" als Videosingle im Rücken startet die Platte einen grandiosen Siegeszug bei Kritikern und Fans, und Mudvayne selbst können für sich das erste Mal wirklich behaupten: "Dies ist ein Mudvayne-Album!". In den USA rockt Lost And Found die Hitlisten und räumt so schnell wie kein Mudvayne-Album davor Gold ab.
Exzessive US-Touren, "Forget To Remember" als Aufhänger für den Horrorstreifen "Saw II" und "Small Silhouette" als unveröffentlicher Track auf dem "Masters Of Horror"-Soundtrack sind die weiteren Ecksteine des bis dato vielleicht erfolgreichsten Jahres für die Band. Die eigentlichen Höhepunkte häufen sich jedoch am Jahresende. "Happy?" wird nicht nur Nr. 1 der US-Charts, sondern wird auch zum "MTV2 Headbanger's Ball Video of 2005" und "Billboard's Monitor Rock Song of the Year" gewählt. Beim Ozzfest starten die Jungs als Co-Headliner für Iron Maiden und Black Sabbath, und "Determined" erhält eine Grammy-Nominierung in der Kategorie "Best Metal Performance".
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2006 - Die große Unbekannte
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2006 stehen Mudvayne vor einer großen Aufgabe. Denn auch wenn der Grammy an die Genrekollegen von Slipknot geht, so blickt die Band dennoch auf ein unfassbar erfolgreiches Jahr und ein starkes Album zurück, das nun seine Fortsetzung fordert. Doch Mudvayne kommen aus dem Touren nicht heraus. Man ist mit Korn und American Head Charge unterwegs, und überrascht das Publikum beim "Big Day Out"-Festival mit geschminkter Performance. Der unberechenbare Weg der Band setzt sich fort, und niemand weiß was 2006 bringen wird...
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